Sicherheitsschuhe – Modische Schutzkleidung?

Das Thema Schuhe ist nicht nur in der Modewelt ein wichtiges Thema, sondern auch wenn es um die Sicherheit im Handwerk geht. Während sich die modische Betrachtung eher auf optische Aspekte, wie Design, Form und Farbe, konzentriert, stehen beim Thema Berufssicherheit die funktionalen Kriterien im Vordergrund. Diese nicht immer besonders hübschen, sogenannten Sicherheitsschuhe sind je nach Schutzeigenschaften in die Kategorien SB bis S5 eingeteilt. Wobei Erstere lediglich die Grundanforderung, der Benzin- und Ölresistenz, aufweist. S5 zusätzlich noch durchtrittssicher, wasserfest und antistatisch ist. Die Arbeitsschuhe für Maler lassen sich in die Kategorie S1 einordnen.

Wenn beispielsweise Maler Wände streichen, bewegen sie sich häufig auf rutschigen Folien, auf denen zusätzlich noch Farbkleckse zum Ausrutschen einladen. Daher ist eine rutschfeste Sohle für die Arbeitsschuhe enorm wichtig. Sie muss außerdem anti-statisch sein, damit beim Laufen nicht ständig die Folie daran haften bleibt. Auch eine hohe Beständigkeit gegenüber Benzin und Öl ist von Vorteil, da diese im Malerhandwerk häufig Verwendung finden. Eine Stahlkappe schützt den Fuß gegen Verletzungen durch herabfallende Werkzeuge und Farbeimer. Da der Maler die Schuhe über mehrere Stunden hinweg tragen muss, auch im Sommer, ist eine schweißabsorbierende Sohle und ein atmungsaktives Gewebe wichtige, um den nötigen Tragekomfort zu gewährleisten.

In den letzten Jahren wurde jedoch auch bei Sicherheitsschuhen verstärkt das Augenmerk auf optische Details gelegt, sodass diese heute als modische Halbschuhe bzw. Stiefel durchgehen.